Jahrgang 13 auf Studienfahrt in Prag
Ulfs Angels X Prag
Für uns 71 Engel ging es mit unseren Schutzengeln – Frau Lampe, Frau Hanken, Frau Engelmann, Herrn Rolfes und Herrn Gräper – auf Kursfahrt nach Prag. Was haben wir erlebt, was hat uns überrascht und welche Tipps hätten wir vorher gern selbst bekommen?
Prag in alle Himmelsrichtungen
Zwischen alten Gassen, beeindruckenden Gebäuden und jeder Menge Geschichte gab es in Prag viel zu entdecken. Bei der Stadtführung bekamen wir einen ersten Überblick. Neben dem berühmten Rathaus und dem beeindruckenden Regierungsgebäude, konnten wir durch die „weiße Magie“ der Prager Karlsbrücke gute Laune für die nächsten Tage tanken. Nur eins bleibt fraglich: Warum werden in Prag ständig Leuten von Brücken und aus Fenstern gestürzt?
Während einige von uns das Nationalmuseum bestaunten, erklommen andere die Prager Burg. Dabei nutzte Frau Hanken gerne die Chance, um Hüpfexperimente in Zügen durchzuführen und verwickelte Schülerinnen in physikalische Gespräche. Sogar ein Wachwechsel konnte live miterlebt werden, doch Herr Rolfes hatte lediglich Augen für die unzähligen Fenster, auf die er seinen Fensterputzroboter loslassen wollte.
Am Dienstagabend schauten einige von uns das berühmte Ballett „Schwanensee“ an. Auch wenn dieses zwar überraschenderweise in einer Mall statt in einem schicken Theater aufgeführt wurde, schreckte uns dies nicht ab, die engelsgleichen Tänzer zu bestaunen.
Von Norden bis Süden durchflogen wir die Stadt und sammelten tolle Erinnerungen.
Nicht alles ist himmlisch
Der Besuch des Jüdischen Viertels und der Gedenkstätte Theresienstadt hat uns nachdenklich gestimmt. An diesen Orten wurde Geschichte und Kultur für uns greifbarer, denn das Schicksal echter Menschen und Familien wurde sichtbar. Es war schrecklich zu sehen, wie ein Mann auf einem Friedhof inmitten von Touristen um seine Vorfahren trauern musste.
Während einige von uns Theresienstadt mittels einer eindrucksvollen Führung erleben durften, zeigte eine andere Tour, wie unpassend Humor an einem solchen Erinnerungsort sein kann. So lernten wir nicht nur über die Geschichte, sondern auch, wie man ihr begegnen sollte.
Ein Abend im siebten Himmel
Die Brauerei Staropramen war der perfekte Auftakt für die Kursabende, wobei das Bier laut Jule T. eher nach „Aschenbecher und Passivraucher“ schmeckte. Ob Burger, Pasta oder Pizza für die nötige Grundlage und jede Menge Spaß war gesorgt. Danach wurde die Karaoke-Bar fachgerecht abgerissen. Selbst Frau ENGELmann war voller Elan dabei und wurde somit nicht nur ihrem Namen, sondern auch unserem Motto gerecht. Kleiner Tipp für Frau Hanken, um ein Video zu machen, muss man auf Aufnahme drücken. Und als wäre das noch nicht genug, wurde sie auch noch im Knack abgezogen. Ein erfolgreicher Abend trotz einiger Engel auf Abwegen:
Die Orientierung war manchmal ein kleines Abenteuer für sich. Auf gewisse Lehrkräfte und Schülerinnen war nicht immer Verlass, wenn es darum ging, den richtigen Weg zu finden. Zum Glück gab es Seitengassen, Google Maps und im Notfall eine lustige Fahrt im Uber mit Herrn Gräper. Am Ende kamen wir meistens dort an, wo wir hinwollten – wenn auch hier und da etwas verspätet.
Flügel, Freunde, Feierabend
Nach dem Programm blieb auch Zeit, Prag selbst zu erkunden: durch die Stadt bummeln, shoppen, in Cafés sitzen oder einfach schauen, wohin einen die nächste Seitengasse führt. Aber egal, wo man war, eine Sache begegnete uns überall: Baumstriezel. Auch wenn dies nur eine scheinheilige tschechische Spezialität ist, schmeckt es paradiesisch.
Wenn der Abend anbrach, tauschten wir Engel die Stadterkundung gegen Clubs und Bars. Nicht nur Louises Geburtstag wurde ordentlich gefeiert, sondern sich auch durch die Vielfalt des Nachtlebens getestet. Ein besonderer Stopp war die My People Bar, denn dort bekam man die Bar-Kultur buchstäblich auf den Kopf…
Ob nach dieser Fahrt noch jedem der Heiligenschein zusteht, bleibt allerdings fraglich.
Himmlische Tipps und Tricks
- Uber sind extrem günstig – etwa 2 € pro Person.
- Am Ufer könnt ihr viele Tiere entdecken wie Wasserratten und Schwäne.
- Die Seitengassen sind underrated
- Pubs, Bars und Bar-Hopping sind oft cooler und günstiger als Clubs
- Bargeld braucht ihr eher nicht – meistens könnt ihr bequem mit Karte zahlen.
- Die Charm Bar im Shoppingcenter ist definitiv einen Besuch wert
- Getrennt zu zahlen ist eher ungern gesehen
Ein Bericht von Hannah Hoge, Lotte Nußwaldt und Tomke Görke (Jg. 13)































