Exkursion in das Ruhrgebiet – Strukturwandel hautnah erleben
Der Erdkundekurs von Frau Beneke unternahm gemeinsam mit den Erdkundeoberstufenkursen des Gymnasiums Antonianum Vechta eine Exkursion in das Ruhrgebiet, um sich vor Ort ein Bild vom Strukturwandel dieser traditionsreichen Industrieregion zu machen. Ziel der Fahrt war es, die Veränderungen von einer ehemals stark industriell geprägten Region hin zu einem modernen Wirtschafts-, Kultur- und Lebensraum besser zu verstehen.
Ein Schwerpunkt der Exkursion lag auf der Stadtentwicklung Dortmunds. Besonders im Dortmunder Norden wurde deutlich, wie stark der Strukturwandel die soziale Struktur beeinflusst hat. Ehemalige Arbeiterquartiere, Industrieflächen und Verkehrsknotenpunkte stehen heute vor neuen Herausforderungen, bieten aber zugleich Chancen für Stadtumbau, kulturelle Nutzung und soziale Projekte. Themen wie Migration, soziale Ungleichheit und nachhaltige Stadtentwicklung konnten dabei anschaulich mit den im Unterricht behandelten Inhalten verknüpft werden.
Ein weiteres Highlight der Exkursion war der Besuch der Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen. Bei einer sehr eindrucksvollen Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler einen lebendigen Einblick in die Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet. Die Zeche gilt als „Schloss der Arbeit“ und beeindruckte nicht nur durch ihre Architektur im Jugendstil, sondern auch durch die anschauliche Darstellung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute. Gleichzeitig wurde deutlich, wie ehemalige Industrieanlagen heute als Orte der Erinnerung, Bildung und Kultur neu genutzt werden.
Als Reiseleiter begleitete Michael Hoell die Exkursion fachkundig und engagiert. Durch seine anschaulichen Erläuterungen und zahlreichen Hintergrundinformationen trug er wesentlich zum Gelingen der Fahrt bei. Dafür herzlichen Dank!
Die Exkursion ins Ruhrgebiet bot insgesamt eine spannende und lehrreiche Möglichkeit, den Strukturwandel nicht nur theoretisch, sondern direkt vor Ort zu erleben und geografische, historische sowie gesellschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.
Verfasserin: Nadine Beneke








