Manipulierend, diffamierend, hinterhältig: Zehntklässlerinnen analysieren Nazi-Film „Hitlerjunge Quex“

Im Rahmen der Unterrichtseinheit zum Nationalsozialismus besuchte der 10. Jahrgang am 22. Januar das Vechtaer Kino Schauburg Cineworld. Gezeigt wurde der Propagandafilm Hitlerjunge Quex – ein Werk, das exemplarisch für die filmischen Manipulationsstrategien der NS-Zeit steht und nur zu Bildungszwecken gezeigt werden darf.

Im anschließenden Gespräch analysierte Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur gemeinsam mit unseren Schülerinnen die perfiden Wirkungsweisen des Films. Dabei wurde deutlich herausgearbeitet, mit welchen dramaturgischen und bildsprachlichen Mitteln insbesondere Kommunistinnen und Kommunisten systematisch diskreditiert und Feindbilder aufgebaut wurden. Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, wie gezielt Emotionen gelenkt und politische Botschaften transportiert werden sollten.

Für die Schülerinnen war dies eine Geschichtsstunde der besonderen Art. Ein herzlicher Dank gilt Michael Kleinschmidt sowie der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die diese besondere Auseinandersetzung mit einem historischen Film erst möglich gemacht haben.