Überraschung im Klassenzimmer: Katharina Albers erhält PPP-Stipendium
Die Nachricht kam völlig unerwartet – und mitten im Unterricht: Katharina Albers aus der Klasse 10a der Liebfrauenschule Vechta erhält in diesem Jahr ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) für ein Austauschjahr in den USA. Am 26. Januar wurde sie von der Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (CDU) gemeinsam mit Schulleiterin Christina Meyer und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Vechtaer CDU, Simone Göhner, im Klassenraum überrascht und persönlich über die Entscheidung informiert.
Für Katharina geht mit dem Stipendium ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Ein Auslandsjahr habe sie schon sehr lange machen wollen, erzählt sie. Gleichzeitig sei ihr wichtig gewesen, einen Austausch zu finden, der mehr bietet als nur Schule im Ausland. Das PPP-Programm, das politische Bildung und internationale Begegnung miteinander verbindet, passte genau. Auf das Programm aufmerksam geworden ist die Familie durch eigene Recherchen. Die Bewerbung begann früh: Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres reichte Katharina ihr Motivationsschreiben ein. Darin sollte sie nicht nur erklären, warum sie teilnehmen möchte, sondern auch, wie sie ihre Rolle als Jugendbotschafterin versteht. Es folgten Auswahlgespräche, längere Wartezeiten und schließlich die Aufnahme auf eine Vorschlagsliste. Die endgültige Entscheidung fiel nach einem digitalen Gespräch mit der zuständigen Bundestagsabgeordneten.
Politik spielt in Katharinas Alltag schon lange eine Rolle. Sie informiert sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, tauscht sich viel mit Freundinnen und Freunden aus und betont, wie wichtig es sei, sich auch vor dem Wahlalter eine eigene Meinung zu bilden. Einen besonderen Einfluss hat dabei ihre ältere Schwester, die im politischen Umfeld arbeitet und internationale Klimakonferenzen begleitet. Der Blick auf globale Zusammenhänge gehört für Katharina daher ganz selbstverständlich dazu.
Der Moment der Überraschung in der Schule wird ihr lange in Erinnerung bleiben. Eigentlich hatte sie noch mit einer Rückmeldung in einigen Wochen gerechnet. Als plötzlich der Schulassistent mit gezücktem Handy in die Klasse kam und kurz darauf die Abgeordnete in Begleitung der Schulleiterin mit einer Flagge den Raum betrat, wurde ihr schlagartig klar, worum es ging. „Ich habe angefangen zu zittern und war völlig sprachlos“, sagt sie rückblickend. Erst nach und nach habe sie realisiert, was gerade passiert war. Zu Hause war die Freude groß – gefeiert wurde in Ruhe am folgenden Wochenende.
Im Spätsommer soll es für Katharina in die USA gehen, zuvor stehen noch Vorbereitungstage in Berlin an. Ein ganzes Schuljahr wird sie dort verbringen. Derzeit plant sie, nach ihrer Rückkehr direkt in Jahrgang 12 einzusteigen. Sie möchte versuchen, auch während des Austauschs möglichst viel vom deutschen Stoff mitzunehmen – Erfahrungen aus einem früheren Aufenthalt in Frankreich bestärken sie in diesem Vorhaben. Auf das kommende Jahr freut sie sich sehr, vor allem auf typisch amerikanische Erlebnisse wie Weihnachten und den Prom.
Mit Katharina Albers setzt sich an der Liebfrauenschule eine erfreuliche Entwicklung fort: Bereits im vergangenen Jahr hatte mit Greta-Sophie Stammermann eine Schülerin unserer Schule ein PPP-Stipendium erhalten. Das Austauschprogramm bietet engagierten Jugendlichen die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und zugleich ein vertieftes Verständnis für politische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln – eine Chance, die Katharina nun mit großer Vorfreude ergreift.






